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Blattgemüse

»Iss dein Gemüse« – das haben wir vermutlich noch aus der Kindheit in Erinnerung und denken gleich an klassische Gemüsebeilagen wie Möhren, Brokkoli, Erbsen oder grüne Bohnen. Blattgemüse gelten dagegen als langweilig und eher als Grundlage für Salate, bei denen die weiteren Bestandteile wesentlich interessanter sind. In Wirklichkeit verdienen Kopfsalat, Spinat, Mangold, Feldsalat und Brunnenkresse besondere Anerkennung, weil sie so Außerordentliches für unsere Gesundheit leisten. (Dieses Buch stellt noch etliche andere Blattgemüse in diesem und den beiden folgenden Kapiteln vor: Grünkohl, Blattkohl, braunen Senf und Rucola finden Sie in »Kohl und die Großfamilie der Kreuzblütler«, Rettichblätter unter »Rettiche«, und über Löwenzahnblätter, Petersilie und Koriander gibt es eigene Porträts.) Für Salate geeignetes Blattgemüse ist keineswegs »breite Masse«, sondern es zählt zum Gemüse-Hochadel. Es besteht das verbreitete Missverständnis, dass diese Blattgemüse, wenn man sie roh zu sich nimmt, ballaststoffreiche »grobe« Nahrung seien, die schwer zu verdauen ist. In Wirklichkeit ist Blattgemüse praktisch vorverdaut und verlangt dem Verdauungssystem wenig Arbeit ab. Es massiert Magen und Darm von innen und kehrt sie aus, wobei alte Schimmel-, Hefe- und andere Pilzreste zusammen mit sonstigen Rückständen und Abfalldepots entfernt werden, was die Ausscheidung dann erst richtig effektiv macht. Durch Rohverzehr ausgelöste Beschwerden haben meist mit überempfindlichen Nerven und Entzündungen im Verdauungstrakt zu tun – sofern es sich nicht einfach um die Putzwirkung der in den Pflanzen enthaltenen Fasern handelt. Sollte es bei Ihnen so sein, fangen Sie mit kleinen Mengen Kopfsalat oder einer weichblättrigen roten Sorte oder Spinat an. Auf längere Sicht sind Blattgemüse wunderbare Heilmittel für eine gestörte Verdauung. Sie machen die Verhältnisse im Verdauungstrakt insgesamt basischer, weil sie die Magensäure verstärken, die dann wiederum die schlechten Bakterien abtötet, die für die Entstehung ungesunder Säuren und damit für Reflux-Ösophagitis und Sodbrennen verantwortlich sind. Besonders wirksam sind Blattgemüse gegen Helicobacter pylori, eine Bakterienart, die Magengeschwüre auslösen kann. Die basische Wirkung der Blattgemüse entfaltet sich auch im Lymphsystem, das aufgrund seiner ständigen Belastung mit chemischen Schadstoffen, Säuren, Kunststoffbestandteilen, Pestiziden und Schwermetallen extrem sauer werden kann. In der Medizin ist noch nicht bekannt, dass basische Verhältnisse im Blut, in den Organen, im endokrinen System, Fortpflanzungssystem und Zentralnervensystem total von basischen Verhältnissen im Lymphsystem abhängig sind. Blattgemüse reinigen das Lymphsystem von allen Giftstoffen, und nur dann kann es basisch werden – darin liegt die entscheidende Bedeutung dieser Gemüse für unsere Heilung und Gesundheit. Blattgemüse enthalten außerdem lebenswichtige Mineralstoffe, insbesondere eine Gruppe von Kofaktoren, die mit Natrium assoziiert sind, darunter bioverfügbare Formen der Elemente Jod, Chrom, Schwefel, Magnesium, Kalzium, Kalium, Mangan und Molybdän, die für Neurotransmitter und Nervenzellen sowie für die Bildung von Elektrolyten wichtig sind. Nicht zu verachten ist auch der hohe Gehalt an Enzymen, an Vitamin A und Vitaminen der B-Gruppe (zum Beispiel Folsäure), an heilungsfördernden Alkaloiden, an Mikronährstoffen für das endokrine System und an für diese Gemüse spezifische Formen von Chlorophyll und Carotinen. Diese Nährstoffe versorgen in ihrem Zusammenspiel alle Organe und Organsysteme, sodass man die Blattgemüse als grundlegend für unsere Gesundheit bezeichnen kann. Sie wirken gegen Viren, Bakterien und Schimmelpilze und sind ein Bollwerk gegen die Gnadenlosen Vier. Sie sind zwar arm an Energie liefernden Kohlenhydraten, aber gegen akute und chronische Krankheiten leisten sie Großartiges. Von der Sorge, ob Sie genügend Eiweiß bekommen, können Sie sich verabschieden, wenn Sie genügend Blattgemüse essen. Sie werden nirgendwo ein besser bioverfügbares, das heißt vom Körper leichter verwertbares Eiweiß finden als im Blattgemüse. Dadurch ist es auch besonders wirksam bei allen mit dem Eiweißstoffwechsel verbundenen Erkrankungen wie Gicht, Nierenkrankheiten, Nieren- und Gallensteinen, Gallenblasenerkrankungen, Hepatitis C, Lymphödem (sicht- und tastbare Flüssigkeitsansammlung im Zwischenzellraum), Bindegewebsschäden, Osteopenie, Osteoporose, Arthrose (»Gelenkverschleiß«) und Herzkrankheiten, die alle auf nicht aufgeschlossenes und deshalb nicht assimiliertes Eiweiß zurückzuführen sind, das den Körper belastet. Wenn Sie das nächste Mal hören, wie jemand Blattgemüse als »Kaninchenfutter« bezeichnet, denken Sie an das, was Sie eben gelesen haben. Blattgemüse sind alles andere als ein Witz.

 

Krankheiten
Bei den folgenden Beschwerden oder Diagnosen sollten Sie dem Blattgemüse mehr Platz auf Ihrem Speiseplan einräumen: Akne, ALS (amyotrophe Lateralsklerose), Anämie, Ängste, Arthrose, Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung, Borreliose, Depression, Diabetes, Divertikulitis, Dyspepsie, EBV-Infektion (Pfeiffer-Drüsenfieber), endokrine Störungen, Entzündung der weiblichen Fortpflanzungsorgane, Gallenblasenerkrankung, Gallensteine, Gicht, Gürtelrose, Hautstörungen (einschließlich Ekzem und Psoriasis), Helicobacterinfektion, Hepatitis C, Herpes simplex 1 und 2, Herzkrankheiten, Hypoglykämie, Knötchen an Knochen und Drüsen, Lymphödem, Magengeschwür, Migräne, Nierenerkrankung, Nierensteine, Osteopenie, Osteoporose, Refluxösophagitis, Reizdarmsyndrom, Schilddrüsenerkrankung, Schilddrüsenkrebs, Schimmelpilzbelastung der Umgebung, Schlaflosigkeit, Schwäche der Fortpflanzungsorgane, Schwäche der Nebennieren, Zeugungsunfähigkeit, Zöliakie, Zwangsstörung.

 

Symptome
Hier einige der Symptome, bei denen Sie mehr Blattgemüse zu sich nehmen sollten: Bauchkrämpfe, Benommenheit, Bläschenbildung, Brustenge, Darmträgheit, Eisenmangel, Entzündungen, Flüssigkeitsansammlungen, Gelenkschmerzen, Gewichtszunahme, Gleichgewichtsstörungen, trockene Haut, Herzklopfen, Herzrhythmusstörungen, Hormonstörungen, Kalkablagerungen, Kieferschmerzen, Knieschmerzen, Kopfschuppen, Körperschmerzen, Leberentzündung, Leberträgheit, Magensäuremangel, Mangel an Spurenelementen, Mangel an Thrombozyten, Mineralstoffmangel, Muskelkrämpfe, Nahrungsmittelallergien, Nierenschwäche, Ohrenschmalzpfropf, Osteopenie, prämenstruelles Syndrom, saures Aufstoßen, schuppige Haut, Schwellungen, Schwindel, Sodbrennen, Übersäuerung, verdorbener Magen, Wechseljahrsbeschwerden, Zahnfleischschwund, Zahnkaries, Zahnschmelzabbau.

 

Seelische Unterstützung
Wenn sich im Körper Giftstoffe angesammelt haben, kann das auch psychisch vergiftend wirken. Sehr viele Menschen fühlen sich festgefahren und beengt – sie wissen oder können nicht weiter. Blattgemüse können ein Schritt sein, der die Dinge wieder in Gang bringt. Wie sie körperliche Schlacken ausschwemmen, lösen sie auch Depots toxischer Emotionen auf, sodass diese gleichsam »ausgeleitet« werden können. Der Verzehr von mehr Blattgemüse kann sehr befreiend wirken, man fühlt sich gereinigt und klar – so, wie es eigentlich immer sein sollte.

 

Spirituelle Aufgabe
Wie viele Chancen haben Sie schon vertan? Die Zeit vergeht so schnell, und auf einmal sind wir zum Beispiel mit den Geburtstagsglückwünschen, die wir einer Freundin schicken wollten, zu spät dran. Blattgemüse lehren uns, den Augenblick zu ergreifen. Sie sind ja auch selbst nicht sehr lange haltbar, und je früher wir sie nach der Ernte verspeisen, desto besser können sie unserer Gesundheit dienen. Wenn wir dafür ein Gefühl bekommen haben, nehmen wir die flüchtigen Augenblicke des Lebens wacher wahr, all die Gelegenheiten, uns in jeder Beziehung gut zu nähren. Sie bieten sich uns nur, wenn wir geistesgegenwärtig genug sind zu erkennen, was wir da vor uns haben.

 

Tipps
Stellen Sie einen Wochenplan für Blattgemüse auf, damit es jeden Tag etwas anderes als Salat (oder in sonstigen Gerichten) gibt. So können Sie sich spielerisch an eine optimale Nährstoffversorgung herantasten. Wenn Sie es zu mühsam finden, rohes Blattgemüse zu kauen, dann versuchen Sie vielleicht einmal, es zusammen mit Gurken oder Selleriestangen zu entsaften. Noch eine Idee für einen nahrhaften Grüntrunk: Spinat mit frisch gepresstem Orangensaft im Mixer pürieren. Ziehen Sie sich Ihr eigenes Blattgemüse, dann kommen Sie nicht nur in den Genuss seiner natürlichen Probiotika (siehe höhere Biotika im Kapitel »Anpassung«), sondern Sie erreichen auch, dass die Pflanzen für Sie persönlich wachsen, als stünde Ihr Name auf jedem Blatt. Ernten Sie von Ihren selbst angebauten Pflanzen einmal etwas in der frühen Entwicklungsphase. Dadurch stimmen Sie Ihren Körper darauf ein, später noch größeren Nutzen aus den ausgereiften Pflanzen zu ziehen. Salatblätter können Fladenbrote (Tortillas) wunderbar ersetzen. Belegen Sie sie mit leckeren Zutaten, um sie dann zu Tacos oder Burritos zu rollen. Falls Sie Avocados meiden, weil Ihnen die Konsistenz nicht zusagt, mögen Sie vielleicht eine Guacamole mit reichlich gehacktem Feldsalat und einem Esslöffel naturreinem Honig. Zusammen mit dem nussigen Geschmack des Feldsalats und der Süße des Honigs verspricht das ein ganz neues Avocado-Erlebnis. So wird sich Ihre Abneigung gegen Avocados mit der Zeit verlieren, und Sie werden sie schließlich auch solo mögen.

William, Anthony. Medical Food: Warum Obst und Gemüse als Heilmittel potenter sind als jedes Medikament (German Edition)

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